Sensorreinigung - Wie geht das?

Staub und andere Flecken vom Sensor putzen

So selbstverständlich wie das Zähne putzen ist die Sensorreinigung. Diese muss zwar nicht täglich erfolgen, aber gerade bei viel Nutzung und Wechsel von Objektiven, wird das Auslassen einer Reinigung zum Verhängnis. Leider haben wir es immer wieder festgestellt, dass viele Fotografen Angst vor der Reinigung haben, dass Sie die Kamera beschädigen können. Wie wir finden, ist die Angst vor der Sensorreinigung allerdings unbegründet.

Sensorreinigung Risiko

Gerade bei den Profis ist das immer so das Thema. Beim Wechseln des Objektives haben wir schon öfters den ein oder anderen beim Schwitzen zugesehen, dass dieser Vorgang ein ganz kritischer Moment ist, indem jeder Handgriff sitzen muss. Bei jedem kleinsten Fehler, könnten sich feine Staubpartikel auf dem Sensor absetzen und auf einem Bild sichtbar sein. Dieses Szenario wäre sehr undenkbar und ein total-schaden für die Kamera. Andere nutzen das eigene Equipment viel zu selten und lassen die Geräte unberührt in den Vitrinen stehen, sonst könnte ein Verschleiß oder Abnutzung bemerkbar sein. Solche Anwender können Ihren Wartungsintervall dementsprechend irgendwann für die Zukunft einplanen.

sensor reinigung vollformat kamera

Alle anderen, die wirklich fotografieren, machen den Sensor dreckig, nutzen die Kamera ab und müssen zwangsläufig irgendwann eine Reinigung durchführen. Die Frage ist eigentlich nur "Wie?", "Wann?" und "Wer macht das?". Während es immer Möglichkeiten gibt, auf Messen eine Kamera reinigen zu lassen, ist diese nicht ganz so spontan möglich, wenn man es mal braucht. Andersherum kann man im Einzelhandel diese Dienstleistung einfordern und bezahlt für eine Sensorreinigung 50 € aufwärts. Zwar läuft man da nicht die Gefahr, den Sensor zu beschädigen, allerdings könnte dies auch dem Dienstleister passieren. Viel entscheidender ist, dass man auch hier etwas Angebunden ist.

Wann eine Sensorreinigung machen?

Gerade auf größeren Aufträgen, oder On-Location merken wir es immer wieder, dass es unglaublich Wichtig ist, ein Satz für Sensorreinigung wie zum Beispiel Swab / Swipes sowie Blasebalk dabei zu haben. Bei Bedarf kann direkt vor Ort sogar im aufgebauten Studio-Set vor beginn ein Testbild gemacht sowie geprüft werden und bei sichtbaren Sensorflecken legt man sofort mit der Sensorreinigung los.

Je nach Grad der Verschmutzung hat man einige Optionen, nach Anwendung jeweiliger Option, kann man wieder eine Testserie machen und anschließend entscheiden, ob eine andere Reinigung vorgezogen wird, die gleiche Sensorreinigungsmethode erneut durchgeführt wird, oder das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Blasebalg

Das typische Mittel zur Reinigung des Sensors ist bei kleineren Verschmutzungen bei den meisten Fotografen der Blasebalg. Im Prinzip wird damit der Staub vom Sensor herunter gepustet. Hierbei wird der Spiegel ( falls Vorhanden ) hochgeklappt, der Sensor sitzt frei, und mit der Spitze des Blasebalg wird aus kürzerer Entfernung ein Luftstrom erzeugt, der gezielt Staub weg pustet.

An sich kann man hier nicht viel falsch machen. Solang die Spitze des Blasebalg den Sensor nicht berührt, besteht keine Chance, den Sensor zu beschädigen. Da ein Balg immer von der anderen Öffnung Luft ansaugt, sollte man schließlich auch überprüfen, dass kein Schmutz oder Staub in den Blasebalg gezogen wird. Sonst läuft man die Gefahr, den Sensor eher zu verschmutzen, als zu reinigen.

sensorreinigung kit swipe swab

Swabs / Swipes

Hier kommen wir zum kritischen Teil. Wir habenschon Leute sagen hören, dass Swipes nichts gebracht haben. Das können wir nicht bestätigen. Die Swabs kann man sich wie einen kleinen Besen vorstellen. Mit dem man direkt auf dem Sensor den Staub abkehrt. Genau wie bei einem Besen kann bei richtiger Anwendung Schutz entfernt werden. Bei Hardneckigen Schmutzpartikeln hat man bei den meisten Swipe-Kits auch eine Lösung, mit der man den Swab anfeuchten kann, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen.

Jeder Swipe ist einzeln Vakuum-Verpackt, sodass dieser komplett Rein und Sauber ist. Ein dreckiger Besen würde auch nicht sauber kehren. Bei der Anwendung des Swabs muss man jeden Swab nur einmalig verwenden. Nach dem Wischen hat dieser Schmutz aufgenommen. Ein erneutes Wischen würde diesen wieder auf dem Sensor verteilen. Mit minimalem Druck nimmt man den Swap und wischt von ganz Rechts nach Links, oder von Links nach Rechts, um einmalig die gesamte Fläche abgelaufen zu haben. Anschließend wird das genutzte Werkzeug sofort in den Müll geworfen. Bei Bedarf kann dieser Vorgang mit mehreren Swipes wiederholt werden. Bei der Nassreinigung mit ein paar Tropfen des Lösungsmittels auf die Kante des Besens geben und genauso einmalig über den Sensor wischen.

Wir denken, dass auch diese Methode als sehr unbedenklich einzustufen ist. Den Sensor beschädigen könnte man nur, wenn man mit zu viel Druck den Besen auf den Sensor drückt oder fahrlässig nicht weiß, was man tut und zum Beispiel mit der Plastikspitze auf dem Sensor kratzt.

Staub auf dem Sensor - Reinigung

Sensorreinigung Kratzer - Defekt Anekdote

Schon vor mehreren Jahren haben wir einen Fall erlebt, wo bei einem wichtigen Moment jemand sichtbare Sensorflecken hatte. Aus zeitlicher Knappheit, musste man auf Mittel zurückgreifen, die zu der Zeit vor Ort gerade vorhanden waren. Der Anwender entschied sich also, mit einem vorhandenen handelsüblichen nassen Brillenputztuch den Sensor bestmöglich zu Reinigen. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie das Ausgesehen hat.

Das Ende vom Lied war, dass der Sensor sichtbare Kratzer aufgewiesen hat. Zwar hat man nicht unmittelbar einen Schaden auf dem Bild gesehen, allerdings wäre die Kamera für den zuverlässigen Betrieb nicht mehr geeignet.

Fazit

Sensorreinigung ist nicht teuer und nicht schwer. Die Chancen, dass die Kamera beschädigt wird, ist sehr gering. Wir denken, eine Beschädigung resultiert nur aus fahrlässigem Handeln. Schließlich reinigen Dienstleister auf die selbe Methode. Eine Reinigung, ob man es selbst macht oder machen lässt, sollte man mindestens jedes halbe Jahr einmal einplanen. Zu mindestens wäre eine Beobachtung des Sensorzustands zu erwägen.

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