Reise nach Shanghai, China

Kurz nach Neujahr ging es für insgesamt drei Wochen in das schöne Shanghai um Kultur und Nightlife kennen zu lernen. Bislang war es für mich persönlich nicht der erste Flug nach Asien. Insbesondere war ich bereits im Hochsommer in und um Shanghai und kenne deshalb bereits die gängigen Sightseeing Spots. Bei dem eher winterlichen Wetter mit Temperaturen zwischen -10° bis + 5° war mein Ziel eher die Kultur, das Leben in der Internationalen Weltmetropole Shanghai kennen zu lernen. Insbesondere Nightlife und Restaurants in allen Preisklassen - insbesondere authentisches Chinesisches essen - waren für mich interessante Ziele.

Gepäck

Mit dem eigentlichen Ziel, ein minimalistisches Reisegepäck mit führen zu können, dachte ich, mit essentiellen Dingen wie Klamotten für ca. 4-5 Tagen, Notebook und Premium-Kompaktkamera könnte man auf zusätzliches Gepäck – außer Handgepäck - verzichten. Die Rahmenbedingungen bei meiner Airline, wie es bei jeder unterschiedlich ist, machte ultimativ ein Strich durch die Rechnung.
Mit Handgepäck in der Economy Class ist man auf 5 kg und einem Volumen von 20x40x55cm beschränkt. Über die Abmessungen brauch man sich in der Regel keine Sorgen machen. Solang man in etwa diese Größe erfüllt, wenn eine Kante bei einem Rucksack etwas abweicht, oder man 5 kg überschreitet, sollte man immer ohne Probleme den Flieger betreten dürfen. Mit diesem Ziel im Auge habe ich versucht das Reisegepäck so schlank wie möglich zu Packen.

Mit allerlei Tipps und Lifehacks habe ich so gut wie es ging versucht nur die wichtigsten Dinge so optimal zu Packen. Relativ zügig kam dann die ernüchternde Wahrheit, dass mit den vorgegebenen Gepäckmaßen und dem Maximalgewicht von 5 kg nicht auf ein weiteres Gepäckstück verzichten kann. Da alleine das im noch Einsatz befindende Macbook Pro 13“ bereits ca. 2.5 kg Gewicht mit Ladegerät mit sich bringt, kommt man bei 5 kg echt schnell an seine Grenzen. Dabei muss man nur mal auf die Packliste schauen, was man so mit dabei haben sollte.

Reisekoffer

Da sich im regulären Einsatz für alle Fotoaufträge im Moment ein Vanguard Xcenior 62T im Einsatz befindet, hatte ich das Glück, dass dieser auch bestens für andere Zwecke missbraucht werden kann. Die Kamera-Einlage mit Trennern kann man ganz einfach vom eigentlichen Trolley entfernen, wodurch Gepäckbänder und eine Flache Unterlage zum Vorschein kommt. Zwar ist er vom Volumen etwas kleiner, als andere echte Reisekoffer, allerdings wollte ich dennoch das Ziel mit möglichst kompakten Reisegepäck so gut wie es geht erfüllen.

Die Kamera-Trenner-Einlage wurden schließlich einfach zur Aufbewahrung von der großen Ausrüstung genutzt. Komplett Gepackt lag das Gesamtgewicht des Trolleys bei ca. 15 kg. Sollte bei einem erlaubten Gewicht von maximal 23 kg also locker durch gehen.

Packliste

In der Regel sind einige Sachen, die man nicht zwingend mit nehmen muss. Beispielsweise kann man sich sehr gut vorstellen, dass diverse Verbrauchsgegenstände wie zum Beispiel Drogerieartikel einfach vor Ort gekauft werden können. Generell hat man in Asien allerdings zum Beispiel nicht immer gute Chancen Deodorant zu finden. Auch bei deren Produkten wie Shampoo kann man oft eine andere Zusammensetzung feststellen. Wenn man besondere Bedürfnisse wie zum Beispiel Trockene Haut hat, sollte man je nach Reiselänge genug von Zuhause mit bringen.

Trolley

  • 4 Tage Hemden
  • 4 Tage Unterwäsche (Socken, Unterhosen)
    bei täglichem Wechseln
  • 2 Pullover
  • 1 Jeans
  • 1 Freizeithose (bequem)
  • 1 Jacke, Schal, Handschuhe
  • 1 Funktionswäsche zum Drunterziehen
  • 1 paar Schuhe
  • 1 Handtuch
    auch mal länger ohne Waschen
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Haargel
  • Deodorant
  • Rasierutensilien (meine Wahl Rasierhobel mit 5 Klingen extra)
  • Pennyboard

Rucksack

  • Eine Rolle Toilettenpapier
    gibt es an keinen Stationen, nicht im Kino, und nirgendwo
  • Macbook Pro 13“ inkl. Ladekabel
  • Reiseapotheke
  • Regenschirm
  • Sony Ladegerät
  • Powerbank 10400 mah
  • Eastpack The One

Eastpak The One

  • Geldbörse
  • Reisepass
  • Handy
  • Sony RX 100 3
  • Manfrotto Pixi
  • ICE Nummern
  • SD Karten, Ersatzakkus, SIM-Removal Tool, SIM Karten

Im Absoluten Notfall ist wohl das Wichtigste, Geld und Reisepass sicher zu verwahren. Im Grunde genommen werden nur diese zwei Dinge für die Heimreise benötigt.

Packtipps

Gepäck Einrollen

Zusammengefasst aus diversen Quellen wie zum Beispiel Wikihow oder Lifehacker kam ich zum Schluss, dass Einrollen von Klamotten sehr viel Sinn macht. Ganz einfach gesagt nimmt man zum Beispiel eine Hose oder Hemd und faltet dieses in einen länglichen Zustand. Anschließend legt man zum Beispiel Unterwäsche, oder Strumpfhose darüber und rollt schließlich alles in einen Ballen, wie man es zum Beispiel bei Heu kennt. Die Profis nehmen ein paar Socken und knäulen den Ballen in die Socken. So wird alles zusammen gehalten kann dann Platzsparend im Koffer gestapelt werden. Wenn man sein Gepäck soweit gut durchgeplant hat, könnte man für jeden Tag einen Rolle an Klamotten im Koffer liegen haben. Zu mindestens für die Sachen, die man mal drunter trägt.

Schuhe Stopfen

Neben den Schuhen, die man trägt, sollte man in der Regel mindestens ein weiteres Paar Schuhe mit bringen. Diese nehmen allerdings sehr viel Platz im Koffer ein. Um das ganze ein bisschen zu optimieren, sollte man den Schuhinnenraum mit anderen Klamotten oder Gegenständen füllen. Es bietet sich an, dort weitere Socken, Handschuhe, Schal oder Mütze zu platzieren.

Kameraausrüstung

Sony RX 100 3

Mit dem Ziel möglichst leicht unterwegs zu sein, habe ich mir kurzerhand eine Sony RX 100 MK III (3) zugelegt. Um mal einige Eckdaten zu dieser Entscheidung wiederzugeben, besitzt die Kamera alles, was man von einer vollwertigen Profikamera erwartet. Aufnahmen in RAW Qualität, Manuelle Einstellungsmöglichkeiten über diverse Drehräder zum selektiven Verändern von zum Beispiel Blende, oder Zeit. Ein Lichtstarkes Objektiv (f1.8 - 2.8), der die Brennweiten eines Standart-Zoomobjektiv abdeckt. 20 Megapixel, einen sehr angenehmen Sucher und sehr viel mehr. Und wenn das nicht genug war, ist das ganze in einem kompakten, hochwertigen Gehäuse mit Schwenkdisplay verpackt.

Da die Kamera zwischen den Weihnachtsfeiertagen erstanden wurde, gab es nicht unzählige Möglichkeiten, die Kamera auf Herz und Nieren zu testen. Allerdings war ich sehr zuversichtlich eine robuste Kamera mit guter Performance zu erwischen. Zwar kann man in der größe von der Bildqualität keine Vollformat Kamera erwarten, aber wenn alle Faktoren zusammengezählt werden, ist diese Kamera eine unvorstellbar fantastische Kompaktkamera.

Stativ

Gerade beim Stativ scheiden sich die Geister. Zu groß und zu schwer, da bleibt es unterwegs lieber zu Hause. Kleine Kamera, großes Stativ passt auch nicht. Schließlich fiel meine Wahl auf ein kleines Manfrotto. Das Manfrotto Pixi lässt sich mit ein bisschen Fantasie überall positionieren. Ob Steinwall, Telefonzelle oder auf dem Tisch. Jede Fläche mit einem Radius von ca. 7 cm ist ein universeller Untergrund. Über den Integrierten Kugelkopf kann die Kamera je nach Bedarf ausgerichtet werden.

Die geschlossene Gesamthöhe von 15,5 cm lässt das Stativ in jede Tasche passen. Hosentasche, Jackentasche oderBauchtasche. Das Beste ist, mit 190 g fällt auch das Gewicht nicht auf und ist neben der Kamera genauso fähig, immer und überall dabei zu sein. Für alle Freunde von Selfies oder Vlogs lässt dieses Stativ sich auch wunderbar als Kamera-Griff missbrauchen. Die ergonomischen Beine lassen sich optimal Festhalten, um einen sicheren Halt in der Hand zu gewährleisten. Für den mobilen Einsatz hat das Stativ eine Daseinsberechtigung.

Zahlungsmittel

Ich denke bei den Zahlungsmitteln sieht es sehr individuell aus. Das Wichtigste dabei ist, wie kann man im Ausland, insbesondere außerhalb von Europa kostengünstig bezahlen kann. Neben Zahlung per EC-Karte, Visa- oder Mastercard oder Bargeldabhebungen sollte man sich über das Preisverzeichnis seiner Bank informieren, welche Methode die Günstigste ist. Denn Gebühren wie zum Beispiel 1,75% bei Zahlungen im Ausland können sich ganz schnell anhäufen.

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Ich persönlich bin schon Jahren Kunde bei der Comdirekt. Als Direkt- oder Onlinekonto hat man da zwar gewissermaßen beim Einzahlen aufs Konto Nachteile, aber gerade beim Einsatz von Kreditkarte insbesondere im Ausland sehr positive Vorteile. Zum einen erhält man bei dieser Bank eine Visa-Karte komplett kostenlos. Bei anderen Banken wird in der Regel eine Jahresgebühr von 20 Euro fällig. Neben dieser Jahresgebühr gibt es natürlich immer noch Pauschalen für den Einsatz im Ausland. Da muss man sich in der Regel das Preisverzeichnis der jeweiligen Bank durchlesen. Bei der CoDi ist dieses auch sehr Übersichtlich gehalten. Für Zahlungen mit Kreditkarte im Restaurant und Supermarkt fallen zum Beispiel 1,75% des Umsatzes als Gebühr an. Wie ich finde, wird das langfristig ziemlich teuer. Gerade wenn man sich überlegt, dass man auf der gesamten Reise vielleicht 1000 Euro ganz schnell ausgeben kann. Das sind also immerhin 17,50 Euro – schon fast die Jahresgebühr.

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Der Clou ist, dass Barauszahlungen am Automat mit Visa-Zeichen kostenlos sind. Generell fallen da zwar Gebühren an, diese werden allerdings von der Comdirekt getragen. Als konkretes Beispiel hebe ich am Automat mit Visa-Zeichen einer chinesischen Bank mit der Visa-Karte 1000 RMB ab, beim aktuellen Kurs von 7,1054 wurde mein Konto dann mit 140,74 Euro belastet. Eine Gebühr fiel nicht an. Wie es so schön heißt: „Bares ist Wahres“ - als Universelles Zahlungsmittel unentbehrlich. Bargeld kann ohne Einschränkungen wiederum Überall eingesetzt werden. Man muss natürlich im Vorherein wissen, wie viel Bargeld noch in der Tasche ist, damit man rechtzeitig mehr abheben gehen kann. Diese Bargeld-Automaten mit Visa Zeichen findet man in der Regel an jeder Ecke.

Transport, Orientierung und Kommunikation

Airline und Buchung

Bei Hin- und Rückflug habe jeweils einen Flug mit China Eastern Air gebucht. Das Ganze habe über eine Preisvergleich-Suchmaschine über das Online-Reisebüro "Elumbus" gebucht. Die Buchung selbst habe ich erst nach der Abholung des Touristen-Visums bestellt. Die Flugbuchung habe ich insgesamt 3 Wochen vor Reisebeginn abgeschickt, diverse Zeiten waren mit einem höheren Preis versehen. Mit verschiedenen Zeiten kam ich dann auf den günstigsten Preis.

Elumbus-Reisebüro

Insgesamt hat Elumbus soweit ganz gut funktioniert. Buchung und Preise waren schließlich alle wie vereinbart. Direkt nach der Bestellung war das Ticket wegen einer manuellen Prüfung noch nicht ausgestellt. Im Nachhinein weiß ich, dass ein Ticket sowieso erst eine Woche vor Flugbeginn ausgestellt wird. Aufgrund der Verwirrung habe über Elumbus sehr viele negative Bewertungen Im Netz gefunden. Ich denke das liegt daran, dass sich generell nur unzufriedene Kunden die Mühe machen, ein Feedback zu hinterlassen. Nach der manuellen Prüfung habe ich schließlich nach ein paar Tagen die entsprechend verbindliche Rechnung erhalten, musste trotzdem weiterhin auf die Ticketreservierung warten. Ich für mich persönlich gesehen, kann die schlechten Erfahrungsberichte nicht nachvollziehen.

Im Nachhinein habe ich auch bemerkt, dass das Ticket direkt bei der Airline nochmal 10 € günstiger gewesen wäre. Vielleicht hätte ich dort auch gleich die möglichkeit gehabt, mir einen Sitzplatz zu reservieren, denn auch dies konnte ich bei Elumbus nicht. Schließlich hätte man auch sofort eine Reservierung bestätigt bekommen. So kann ich nur als Tipp oder Hinweis geben, dass wenn man einen geeigneten Flug von Zeit und Datum bereits gefunden hat, dass man diese auch direkt bei der Airline vergleichen soll.

China Eastern Air

Ich hatte vorher bereits die Erfahrungen mit Air China gehabt und kann zu China Eastern AIr sehr postives berichten. Im Vergleich waren die Toiletten auf dem Flug sehr sauber und nutzbar. Aus meinen Erinnerungen mit Air China, habe ich etwas ganz anderes erwartet. Mit Entertainment Tablets in der Sitzlehne hat man während dem gesamten Flug die Möglichkeit Informationen zum Flug wie Altitude, Flugzeit, aktueller Ort und Geschwindigkeit abfragen. Es steht eine umfangreiche Auswahl an Filmen - von Chinesisch bis Hollywood, Serien und Spiele über die per Kabel angeschlossene Fernbedienung / Gamepad bereit. Neben dem Zeitvertreib mit dem Tetris Marathon habe ich die Zeit - die man nicht Schlafen konnte - mit dem Film "Der große Gatsby" (The Great Gatsby), Gone Girl oder Fantastic Four vertrieben. Generell kann man sagen, dass die angebotenen Filme vor 6 - 18 monate im Kino liefen.

Auf der technischen Seite war beim Fliegen alles ohne größere Probleme. Auf beiden Flügen gab es jeweils ca. 30 Minuten Verzögerungen, da das Boarding nicht einwandfrei abgelaufen ist. Turbulenzen traten relativ selten auf. Beim Hinflug war der Flieger sehr leer. In der Boeing A332 konnte sich fast jeder auf seiner 2 / 4 / 2 Sitzreihe breit machen und quer hinlegen. Auf dem Rückflug - ganz kurz vor dem chinesischen Neujahr - war der Flug über 80% belegt. Da hatte man diesen Luxus nicht mehr. Die Stewardessen waren sehr Aufmerksam und kamen jede Stunde mit Wasser durch die Kabine. Das Essen war in Ordnung, da war die Auswahl auf Nudeln mit Hühnchen, oder Fisch mit Reis begrenzt. Ansonsten gab es zu diversen Zeiten auch Bier, Wein, Kaffee und diverse Säfte.

Fahrrad-Spur

Im Straßenverkehr gibt es in der Regel immer eine separate Spur für Fahrradfahrer. Diese wird zwar leider illegalerweise auch von elektronischen und motorisierten Rollern mit genutzt, allerdings ist im Vergleich zu den Bürgersteigen die Fahrbahn dort sehr glatt und eben. Ich für meinen Teil nutzte diese Spur, um mich mit meinem Pennyboard (kleines Cruising Skateboard) mich durch die Stadt fortzubewegen. Aufpassen sollte man dementsprechend sehr, da der Verkehr echt rigoros ist. Hält man sich soweit es geht auf der rechten Seite der Spur können andere Verkehrsteilnehmer ohne Mühe überholen. Die Fortbewegung ist im Vergleich zum Laufen ca. 3 x so zügig. Wenn der Boden doch sehr schlecht wurde, ging das Board direkt wieder auf die Rückseite des Rucksacks. Mit Abmessungen um die 56 cm länge, passt ein solches Board in alle Reisekoffer.

Taxi

In Shanghai ist der Straßenverkehr katastrophal. Wer einen gültigen Fahrausweis für Shanghai besitzt und nur den deutschen Verkehr gewöhnt ist, sollte sich keine Gedanken über ein Mietwagen machen. Taxis sind hingegen immer und überall Verfügbar, mit Gebühren zwischen umgerechnet 2 Euro als Startpreis, der nur ziemlich langsam anwächst, sind Taxis vergleichsweise günstig. Allerdings sollte man immer sein Ziel in chinesischer Ausführung - zum Beispiel auf einen Zettel - mit sich führen, sodass man sich nicht am anderen Ende der Stadt wieder findet. Man sollte auch auf private, illegale Taxi-Möglichkeiten wie auf einem Motoroller verzichten. Alternativ ist auch Uber in Shanghai vorhanden.

Metro

Die Metro, also das U-Bahn Netz hingegen ist auch sehr einfach und günstig zu benutzen. Mit Preisen von 3 bis maximal 7 Yuan je nach Streckendistanz sind auch hier die Verhältnisse recht günstig. Das Streckennetz ist wesentlich moderner als man das aus Deutschland kennt. Generell kann man mit der Metro alle Ecken der Stadt erreichen. Diese haben Englische Übersetzung an Fahrkartenautomaten und Anzeige der Stationen und Karten. Die Öffnungszeiten sind je nach Größe und Ort der Station unterschiedlich. Die großen Stationen haben bis spät Nachts geöffnet, kleinere Stationen schließen am späten Abend. Man kann im Notfall immer auf ein Taxi zurückgreifen. Die Strecke von Pudong International Airport zur Stadtmitte (People Square) mit ca. 45 km bei 19 Stationen legt man mit der Metro in etwa 64 Minuten zurück. Demnach ist die Geschwindigkeit der Züge relativ schnell.

Zum Metro Verkehrsnetz

Mapping und Navigation

Im digitalen Zeitalter fühle ich mich mit Smartphone und Internet ein bisschen gezwungen, auf die Analoge Land- oder Stadtkarte zu verzichten und das nicht ohne Grund. Zwar sind durch diverse chinesische Regulierungen diverse nicht inländische Kartendienst-Betreiber wie zum Beispiel HERE-Maps oder Google Maps nicht verfügbar, Baidu - die chinesische Suchmaschine - mit Ihren Karten auf Chinsisch auch nicht wirklich hilfreich, jedoch habe ich für meine Zwecke die absolut beste Alternative gefunden. Karten auf Englisch, Karten Offline verfügbar, Points of Interest, Turn-By-Turn Navigation mit Sprachansage, Wikipedia Informationen Offline und vielem mehr. Dieses Wunderprogramm nennt sich OSMand+!

OSMand+

OSMand bedient sich aus den Community-Erstellen Karten von OpenStreetMap. Diese werden sehr häufig aktualisiert. Während meiner Reise konnte ich mindestens ein Update der Karte laden. Bei den Points of Interest kann man nicht eine hundertprozentige Genauigkeit erwarten. Gerade die kleinen, heruntergekommenen Restaurants wird man hier nicht finden. Für besser eta­b­liertes, Kaufhäuser, Sightseeing, usw. kann man jedoch problemlos in den jeweilige Einträgen oder direkt über die Karte in OSMand finden.

Ich konnte mit dieser App alle Orte und den Weg dorthin problemlos finden und war extrem positiv über dieses Programm überrascht. Gerade im Vergleich zu anderen Apps aus dem Appstore waren ähnliche Angebote zur Navigation per Karte oder Points of Interest nicht auf Englisch übersetzt, oder von der Bedienung mangelhaft. Die Karte von China inkl. Wikipedia beträgt etwa 700 mb.

Einen Download der Karten sollte man allerdings bereits vor der Abreise einplanen!

Download

Android Play Store: OSMand bei Play Store laden.
Android F-Droid: OSMand bei F-Droid laden
iTunes: OSMand bei iTunes
Fraglich warum nicht alle Karten für Apple-User kostenlos bereitstehen...

OpenStreetMap wird von einer Vielzahl von Mappern erstellt, die Daten zu Wegen, Gebäuden und allerlei Weiterem weltweit erfassen und pflegen.

Mehr über Open Street Map erfahren
Auch in anderen Ländern und Städten ist OSMand ein sehr guter Begleiter.

Mobilfunk und Erreichbarkeit

Das Thema Mobilfunk sehe ich als sehr Negativ an. Die Simkarte meines Anbieters hat zwar ohne Probleme funktioniert, allerdings sind die Roaming Gebühren für die Länderzone 3 - "Übrige Welt" extrem hoch. Um ein konkrete Beispiele zu nennen, hätten jeweilige Dienstleistungen folgendes gekostet:

  • Ankommende Gespräche / Rufumleitung zur Mailbox pro Minute 1,79 €
  • Ankommende SMS kostenlos
  • Abgehende Gespräche / Verbindung zur Mailbox pro Minute 2,99 €
  • Abgehende SMS pro SMS 0,39 €
  • DayPass 24,90 € für 10 MB pro Tag surfen
    In meinem Tarif ist wenigstens kein Internet-Roaming möglich

Da es sich hierbei um das gute, alte Prepaid handelt, wäre es eigentlich kein Problem gewesen, die Karte wenigstens im Handy zu lassen, da im Worst-Case nur das aktuelle Guthaben vertelefoniert worden wäre.

Wer sich selbst oft im Ausland wieder findet, dem kann ich nur eins von vielen Dual-Sim Smartphones empfehlen. Über den Anbieter im Ausland günstig Internet buchen, aber unter der eigenen Nummer im Notfall erreichbar zu sein, hat dennoch Vorteile!

China Mobile

Bei den modernen Telefonen kann man eigentlich weltweit alle gängigen Frequenzen empfangen, kann auch ohne weiteres eine Telefonkarte eines chinesischen Mobilfunkanbieters einlegen und wie gewohnt nutzen. Leider sind alle 3 Netzbetreiber in China - China Mobile, China Unicom, China Telecom - verstaatlicht, im Prinzip macht es keinen Unterschied welchen der Betreiber man wählt. Direkt am Flughafen, wird einem solche Telefonkarten angeboten. Dabei sollte man sehr gut aufpassen, den gerade bei Ausländern versucht man hier ein schnelles Geschäft zu machen. Dies zeigt sich in einer sehr teuren Karte wieder. Auch innerhalb der Stadt sollte man sehr gut aufpassen, wo man eine Telefonkarte kauft.

Ich persönlich habe mir die Telefonkarte direkt bei China Mobile von einer einheimischen Person organisieren lassen. Die Aufladung der Karte erfolgt ähnlich wie bei uns bei Prepaid, das Ganze wurde dann direkt über den dort gängigen Messenger "Wechat" abgewickelt. Ist für mich bis heute ein Rätsel. Die Kosten für die Telefonie lag soweit ich mich erinnere zu Gesprächspartnern innerhalb von Shanghai bei einem halben Yuan (ca. 7 cent) pro Minute. Außerhalb jeweiligen Provinzen werden andere Gebühren verlangt. 300 MB Internet gibt es für 38 Yuan (5,40€) bis zum Verbrauchen der Einheiten. Ich kann nicht sagen, warum meine Mobilfunkkarte nur EDGE 2G Empfang verfügbar hatte. Vielleicht lag es am günstigen Tarif, oder die Karte war ein Teilweiser Rip-Off. Immerhin war die Netzabdeckung in Ordnung, das Surfverhalten musste dem Speed entsprechend angepasst werden.

Auch hier hat die Firewall gegriffen, mehr dazu gleich.

Sprachbarriere

Bis auf die Basics wie "Hallo" oder "Danke" bin ich der chinesischen Sprache nicht mächtig. In diversen Situationen wie auf dem Markt, in kleinen Restaurants an der Straßenecke und auch sonst überall sind die Chinesen, selbst in einer internationalen Metropole wie Shanghai, dem Englisch nicht mächtig. In kleineren Restaurants sind die Speisekarten, oder das Menu nicht übersetzt und man hat höchstens mit ein paar Bildern die Möglichkeit sich zu orientieren. Auch im Supermarkt - bis auf einige Ausnahmen - muss man mal Raten, um welches Produkt es sich überhaupt handelt.

Google Translator

Für die Kommunikation mit Chinesen ohne Englischkenntnisse habe ich mich auch hier bestens vorbereitet. Früher hätte ich ja zum Beispiel zum Langenscheid Taschenwörterbuch gegriffen. Im digitalen Zeitalter, habe ich auch hier auf das Smartphone zurückgegriffen. Meine Lösung war es mit dem Google Translator App zu versuchen. Mit dieser App hat man diverse Möglichkeiten zur Eingabe. Abfotografieren, Spracheingabe im Gesprächsmodus, Handschriftliche Eingabe*, und die manuelle Tastatureingabe mit Anzeige der Übersetzung gab es als Funktionsauswahl, wie die Übersetzung überhaupt gesteuert wird.

*nicht ohne Internetverbindung verfügbar

Da auch bei dieser App die Zensur greift, habe ich generell über die Tastatureingabe kommuniziert. Obwohl die Sprachansage wesentlich bequemer ist. Jeweilige Sprachen wie zum Beispiel Englisch, Deutsch und Chinesisch habe ich mir über die App im vorherein als Offlinesprache herunter geladen. Zwar waren die Übersetzungen nicht immer Fehlerfrei, in der Regel konnte man sich jedoch immer ausreichend gut verständigen. Für eine weitere Verständigung empfielt sich auch ein bisschen Mimik und Körpersprache.

Great Firewall of China

Das mit abstand leidigste Thema ist definitiv die Zensur bzw. Firewall in China. Wer gerne Google, Youtube, Facebook, Instagram und Twitter nutzt, muss sein Surfverhalten in China von Grundauf neu erfinden und mit den Jahren wird dieses Thema immer größer. Denn die Zensur lernt dazu.

VPN

Generell hört man es immer wieder, die Firewall kann man ganz locker mit einem Virtual Private Network (VPN) ganz einfach umgehen und sich selbst wieder Zugang zu den beliebten Diensten verschaffen. So war es früher, nun ist auch das nicht mehr ganz so einfach. Bei einer VPN Verbindung wird der Datenverkehr verschlüsselt und ist nur vom Start und Zielcomputer ersichtlich. Der Zensur ein großer Dorn im Auge. Als Resultat davon wird mittels Deep Packet Inspection (DPI) versucht, die verschlüsselte Verbindung doch zu knacken.

Wenn das nicht gelingt, wird der Versand und Empfang der jeweiligen VPN Verbindung so stark gedrosselt, dass "Langsam" eine ganz neue Bedeutung erlangt. Eine solche Verbindung ist während der Drosselung absolut nicht nutzbar. Vereinzelnt fällt die Filterung für ein paar Sekunden aus, daher eine Seite schneller aufbaut. Konkret habe ich einen VPN Server per Heimbetrieb mit OpenVPN in Betrieb genommen, bis ich aufs Scheitern verurteilt wurde.

Doppelte VPN + SSH Verschlüsselung

Nachdem man nach ein paar Tagen ziemlich hoffnungslos der Zensur ausgeliefert war und nichtmal das eigene, private E-Mail Konto bei GMail aufrufen konnte, musste man ohne Google mit anderen Suchmaschinen recherchieren, ob da noch etwas zu machen ist. Leider konnte ich das nicht ausprobieren, sah es so aus, als müsse man die VPN Verbindung nochmal zusätzlich durch eine SSH Verschlüsselung schicken, damit die Zensur gar nicht erst auf die Gedanken kommt, man wolle eine VPN Verbindung aufbauen.

Dazu lässt sich sicherlich reichlich zum Thema per Google finden.

Intelligenter, Interaktiver Filter

Neben DPI scheint die Firewall seit letztem Jahr auch einen intelligenten Filter zu besitzen. Wie dieser funktioniert und auf welche Dinge er achtet, wie er zum Beispiel entscheidet, eine weitere Webseite (temporär oder permanent?) zu sperren ist mir nicht bekannt. Nach einigen Tagen, vielleicht 1-2 Wochen während meiner Reise fiel mir auf, dass selbst diese Seite und alle dazugehörenden Applikationen (wie z.b. E-Mail Konto - IMAP Server) nicht mehr zu erreichen waren.

Vielleicht liegt es an der HTTPS (Sicheren) Verbindung, dass zum Beispiel keine Formular-Daten abfangbar sind. Andersrum habe ich versucht über den Terminal (Befehlsaufforderung) eine SSH Verbindung zu meinem Webserver aufzubauen, um mir direkt die VPN Software auf meinen Webserver zwischenzuspeichern, da diese bereits gefiltert wurde. Zuletzt könnte es natürlich auch die vielen Aufrufe der sicheren SSL Verbindung meines E-Mail Konto ausschlaggebend gewesen zu sein.

Schließlich ging diese und diverse andere Webseiten bis meiner Abreise nicht mehr durch die Firewall

Tor Netzwerk

Eine halbwegs nutzbare Möglichkeit der Zensur zu entgehen, war über das Tor-Netzwerk. Für den PC und Mac gibt es einen vorkonfigurierten Tor-Browser, für Android ein Pendant namens Orbot. Im Prinzip verbindet man sich mit dem Netzwerk und die Daten werden an diverse Knotenpunkte bzw. Relais oder Computer im Tor-Netzwerk gesendet, sodass den Inhalt des Aufrufs zu verschleiern. Da ein Relais von Privatpersonen bereitgestellt werden, ist die Geschwindigkeit eines Aufrufs nicht mehr so schnell, auch die Sicherheit, gerade bei unverschlüsselten Verbindungen, lässt zu wünschen übrig. Immerhin setzen die großen Dienste wie Youtube, Google, oder gar meine eigene Seite auf verschlüsselte Verbindung, sodass man hier weniger gefährdet ist.

Für Mac reichte der Tor-Browser soweit aus, um einfach mal über jeweiliges Web-Interface E-Mails abzurufen. Per Orbot konnte ich sogar die meisten Apps wie E-Mail Client, Browser, Google, Youtube durchs Tor Netzwerk schicken. Diese Lösung war besser als nichts und ganz gut nutzbar.

Downloads

Orbot bei Play Store
Orbot bei F-Droid
Onion Browser bei iTunes

Meine Top 5

1. Echte authentische Hausfrauenkost

Während meiner Reise hatte ich auch das Glück auf echtes authentisches Essen in echten Wohnzimmern probieren zu können. Sofort wurde mir klar, dass chinesische Restaurants aus Deutschland einfach nur dem westlichen Geschmack angepasst wurden. Denn dieser ist ein ganz anderer. Das merkt man bereits von der Art und dem Aussehen, dem Geschmack wie zum Beispiel den Gewürzen sowie, sowie den einzelnen Gerichten. Alleine die Tischdecke war schon ein Highlight!

Neben dem obligatorischen Reis besteht die chinesische Küche aus verschiedenen gleichzeitigen Gerichten, die man sich aus einem Pool in der Mitte des Tisches in die eigene Schale angeln kann. Neben viel Gemüse, Kohl, Lotus und Salat scheint auch Bambus in allen Varianten und in verschiedensten Gericht ein favourit zu sein. Auch allerlei Seafood wie Shrims, Surimi und anderer Fisch scheint bestandteil der ausgewogenen chinesischen Küche zu sein. Komplimentär wird am Tisch zum Beispiel Kokusnuss-Milch, Tee oder Bier getrunken. Teilweise unwissend ist das ein Abenteuer in eine ganz andere Geschmackswelt, die man von den western-style chinesischen Restaurants gar nicht kennt. Denn dort ist immer nur der klassiker - süß sauer, oder sweet Chilli - zu haben. Ein unfassbares Trugbild.

2. Shanghai Brewery

Die Shanghai Brewery ist eine Brauerrei im Form von einem Lokal / Restaurant in Shanghai. Diese ist gerade unter den Ausländern wie Engländer und Deutsche sehr beliebt. Hier kann man zum einen zwischen bestimmt 20 verschiedenen Biersorten aus der eigenen Brauerei, sowie Mischbiere, Flaschenbiere, Cocktails u.v.m. genießen. Die Chinesen, die ich dort kennen gelernt habe, waren über das Bier eher schlecht zu sprechen, da man sich ein sehr starkes, bitteres bestellt wurde, was den eigenen Geschmack nicht gepasst hat.

Für mich war mein Hong Mei Amber - was in etwa dem Hefeweizen in Deutschland gleicht. Geschmacklich kann ich überzeugt sagen, dass es sich hierbei um ein hochwertiges, echtes Weizenbier handelte, gerade wenn man ab und zu ein Tsing Tao getrunken hat, konnte die Zunge sich verwöhnt fühlen. Neben dem guten Bier fühlt man sich hier wie in einem Stammlokal in Deutschland wieder. Mit toller Atmosphäre, internationaler Live-Sport, Billard-Tisch und rustikaler Atmosphäre fühlt man sich fast wie Zuhause. Mit ab 38 RMB ( 5,40€ ) pro Bier, ist dieses wesentlich teurer als in den meisten anderen Restaurants, wo es nur Tsing Tao oder Suntory zu finden ist. Im Urlaub gönnt man sich halt mal was. Gerade, da ich sonst in der Regel gar keinen Alkohol trinke.

Übrigens: Ein Erdinger Alkoholfrei aus der 0,33l Flasche lag bei umgerechnet 7 Euro

3. Tapanyaki Sushi Sashimi

Direkt neben der Shanghai Brauerei befindet sich ein japanisches Teppanyaki Restaurant was von den Einheimischen als besonderes Ereignis in gehobener Qualität empfohlen wurde. Nur als Erklärung: Teppanyaki kann man sich so vorstellen, dass direkt am Tisch eine große Grillplatte befindet, auf der der Koch direkt vor den Augen der Gäste alle gewünschten Speisen und Gerichte zubereitet und grillt. Mit viel Handgeschick und Übung artet diese Zubereitung als spektakuläres und einzigartiges Erlebnis aus.

Der besondere Bonus dabei ist, für 200 Yuan/p.p. (28€) bis Betriebsschluss gilt All-you-can-eat & drink. Und das von der gesamten Speise und Getränkekarte. Lust auf Wein, Bier oder doch ein Oolong-Tee, ist ein Glas leer, steht das nächste schon bereit. Beim Essen bestellt man je nach Geschmack bei Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch querfeldein. Miso-Suppe, Steak, Sushi, Pfannekuchen oder flambierte Banane und Eis, ist hier alles vorstellbar. Das Steak wird je nach Wunsch scharf rare, medium, oder well-done angebraten und anschließend gegart. Teller schon wieder leer? Einfach weiter bestellen.

Ich nehme an, in den meisten Fällen schafft man es sich zu überfressen und vergleichbar zu den Einzelpreisen kann man sogar noch sparen. Mit exzellentem Service, Show-Effekt und durchweg geschmacklich perfektem Essen war das auf jeden Fall ein Highlight.

4. Hotpot

Der sogenannte Hotpot ist eines der Lieblingsgerichte beim Chinesen. Solche Restaurants findet man an echt jeder Ecke und sind anscheinend sehr beliebt. Hotpot kann man ähnlich zum deutschen Fondue vergleichen. Es ist nicht das selbe, aber damit man es sich in etwa vorstellen kann. Bei Hotpot Restaurants sind Kochplatten direkt am Tisch platziert. Bei der Bestellung erhält man in der Regel die Auswahl zwischen diversen Brühen, oder Suppen, die schließlich in einem großen Top auf die Kochplatte am Tisch gestellt wird. Dementsprechend wird die Kochplatte angeschaltet und die Brühe ist Kochen einsatzbereit.

Die Brühe besteht in der Regel aus diversen Geschmacksträgern und Gewürzen wie zum Beispiel Knoblauch, diverse Chilli, Ingwer und anderem. Neben der Brühe bestellt man weiterhin auch diverse Komponenten, die man Roh serviert bekommt und während dem Zusammensein am Tisch einfach bei Bedarf in den Hotpot wirft. Chinakohl, Rindfleisch, Kartoffeln, Brokolli, Bambus und Surimi scheinen dabei sehr beliebt zu sein. Generell geht aber alles, was man Kochen kann. Nachdem jeweilige Zutat nun gar ist, hat diese den Geschmack der Brühe angenommen und wird diese aus dem Hotpot geangelt und wird in einen Dip in der eigenen Schale getunkt und anschließend gegessen.

Wie man sich vorstellen kann, braucht es eine Weile, in verschiedenen Etappen die komplette Bestellung im Hotpot nach und nach zu kochen und zu essen. Demnach eignet sich diese Art von Restaurants besonders um Familie, Freunde oder Bekannte am gemeinsamen Tisch zu haben und den Abend zusammen zu genießen. Gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Kann Übrigens ganz einfach Zuhause nachgekocht werden. Mit einer kleinen Kochplatte über die Steckdose sollte man das mit einem großen Topf genau so gut hinbekommen.

5. Grand Gateway Einkaufszentrum

Das Grand Gateway ist ein riesiges, modernes Einkaufszentrum und zeigt den Spalt zwischen Reich und Arm sehr deutlich. Auf 6 Etagen mit über 70.000 m² sind hier viele einzelne Marken als Laden vertreten. Anders wie bei uns, wo zum Beispiel in einem Schuh-Geschäft vielen Marken etwas zu finden ist. Um einmal einige zu nennen, waren dort einzelne Läden wie UE Ultimate Ears (Marke von Logitech), Braun, Philips oder Saeco vertreten. Neben Zahlreichen High-Brand Läden wie tiffany & co, Rolex, Massimo Dutti gab es auf verschiedenen Stockwerken auch Möglichkeiten, einen Snack zu sich zu nehmen.

An einem anderen Abend habe ich auch den Weg in das im Obergeschoss liegende Yongua Cinema (Kino) gemacht. Eintrittskarten konnten übers Internet für ca. den halben Preis (50 RMB oder 7 €) gebucht werden, die man sich vor Ort am Ticket-Automat ausdrucken konnte. Die Auswahl an Kinofilmen waren eher weniger groß. Zwischen einigen chinesischen Filmen gab es eine Handvoll Hollywood Streifen. Der Film meiner Wahl war "Solace"- ein Krimi, Drama. Generell sind solche internationale Kinofilme immer mit englischer Sprachausgabe und zusätzlichen chinesischem Untertitel. Wir mit unserer deutchen Synchronisierung sind sehr verwöhnt.

Kosten

Jeder gestaltet seine Reise anders, von daher kann man nicht immer ganz genau sagen, mit welchen Kosten man in etwa Rechnen muss. Es gibt diverse Fix-Kosten sowie Dinge die relativ Variabel sind. Gerade für das tägliche Entertainment plant jeder anders.

Fixkosten

Kosten mit denen man sowieso Rechnen muss.

  • 96 € Visum übers Chinese Visa Center
  • 10 Euro Passbild für Visum (falls nicht Vorhanden)
  • ab ca. 480 € für Hin- und Rückflug
  • Mobilfunkkarte über Einheimischen beziehen 50 RMB (7€)

Summe Fixkosten
593 €

Variable Kosten

Hier ist es wie gesagt sehr Individuell. Hat man keine Großen Ansprüche kann man sich sehr günstig verpflegen und übernachten. Wenn man doch etwas mehr Komfort oder Entertainment haben möchte, kann es auch schnell ziemlich teuer werden. Gerade beim Thema Restaurants kann Shanghai teurer als hier vor Ort werden.

Minimum

  • Jugendherberge zur Übernachtung für ca. 10 € pro Nacht
  • Verpflegung als absolutes Minimum 10€
  • Größtenteils per Fuß unterwegs, ansonsten Metro
    Immer in die günstigsten Restaurants und Supermarkt

Summe minimaler variablen Kosten für z.b 3 Wochen (20 Tage)
400 €

Nach oben ist natürlich alles Offen. Wie bereits beschrieben, ein Bier oder anderes Entertainment kann schon schnell in die Höhe schießen. Man sollte da auf jeden Fall mit seinen Finanzen gut vertraut sein. Die absolute Untergrenze liegt also bei knapp 1000€.

Zusammenfassung

Jeder sollte in seinem Leben auch mal nach Asien kommen. Die gängigen Vorurteile, man würde dort nur Hund essen, sind nicht wahr. Shanghai ist eine Metropole, sehr modern und kunterbund. Im Detail findet man Dinge, die man hier zu Lande anders kennt. Von Arm zu Reich gibt es unwahrscheinlich viel zu entdecken. Wer auf Abenteuerlust ist, kann sich selbst durch die kleinsten und bescheidensten Restaurants - die teilweise echt Dreckig aussehen - kämpfen und wird selbst dort von der Angebotsvielfalt und dem Geschmack positiv überrascht sein. Gerade beim Essen können wir aus dem Westen noch sehr viel lernen.

An Entertainment und Sightseeing findet man hier reichlich um den Tag komplett einzuplanen. Man brauch sich wegen der Sprache und den Sitten keine Sorgen machen. Zwar merkt man, dass es ab und zu eine Barriere vorhanden ist, jedoch wird man sehr freundlich und Einladend behandelt. Es gibt im Prinzip auch alles, was es hier vor Ort gibt. Bei Planen der Reise muss man sich nicht den Kopf zerbrechen, "was wäre wenn". Ich könnte mir Vorstellen, beim nächsten Mal einfach mit kleiner Handtasche - Kompaktknipse, Geldbörse inkl. Visa und Reisepass dort hin zu fliegen. Sonst nichts. Vor Ort dann Spass haben, irgendwo einen Reisekoffer kaufen und alles was dann brauch Kaufen und auf dem Heimweg mitnehmen. Gerade in den kleinen Läden an der Strassenecke bekommt man tolle Sachen für kleines Geld. Für Sightseeing und Shoppingtour würde mir das sehr gefallen.

Eine Reise nach Asien ist sehr zu empfehlen. Gerade für die relativ günstigen Preise für Verpflegung und Übernachtung kann man im fernen Osten ein großes Abenteuer suchen. Mit minimalen Kosten ab 1000 € für 3 Wochen ist für mich eine Reise in dieser Art auf jeden Fall wesentlich interessanter, als Tagelang am Strand oder Hotelpool zu liegen. Würde ich demnach auf jeden Fall wieder machen. Das nächste Mal gehts es dann vielleicht mal nach Japan, dann hoffentlich nur mit Handgepäck.

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Carsten Grimm Sonntag, 07. Februar 2016

Kleines Update mit ergänzenden Fotos.

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Carsten Grimm Sonntag, 07. Februar 2016

Hinzufügen von Airline - Transport

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Didi Mittwoch, 10. Februar 2016

Hast du echt toll rübergebracht. Könntest ein Travel Checker werden. LG

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