Der Raid-NAS im Desktop verbaut

Wie wir bereits in unserem NAS Blogbeitrag erfahren konnten, ist in Sachen Backup ein kleiner NAS mit Raid 1 empfehlenswert. Für den heutigen Projekt-Sonntag habe ich mir spontan überlegt, den Zyxel NSA 325v2 Raid1-NAS in die Workstation zu verbauen. Dafür müssen wir uns natürlich ein paar Dinge wie Gehäuse, WakeOnLan und mehr Anschauen. Hauptgründe für dieses Vorhaben war, dass die Workstation absolut geräuschlos im Betrieb ist. Der Zyxel hingegen ist relativ bekannt für den verbauten Lüfter, der im Kontrast dazu schon fast Krach macht. Nachdem ich zuerst diesen mit einem leiseren Lüfter ersetzt habe, fand ich die Geräuschkulisse zwar besser, aber im Vergleich zur Workstation immernoch nicht akzeptabel.

Factal Design Define R4 - Gedämmter Midi Tower

Mir wurde schnell klar, dass ich in der Richtung nicht weiter komme. Mir ist dabei dann ganz spontan eingefallen, dass das Gehäuse der Workstation an allen Seiten gedämmt ist und man so zusätzlich Lautstärke der Betriebsgeräusche mindern kann. Man kann sich natürlich vorstellen, dass ein kleiner NAS Server ohne weiteres nicht in ein Gehäuse passt. Beim R4 scheint der Zyxel allerdings passend angefertigt worden zu sein. Da das R4 größer und vor allem breiter als ein herkömlicher Tower ist, musste ich es einfach nur ausprobieren.

Eine weitere wichtige Funktion des R4 ist, dass man die Festplatten-Rahmen und die diversen Lüfter entfernen oder verschieben kann. So habe ich den unteren Festplatten-Rahmen komplett entfernt, den oberen um 90° für den Luftzug des Lüfeters gedreht und den NAS vor das Netzteil gelegt. Für die Befestigung muss man sich noch was ausdenken. Allerdings ist die Workstation ja eher stationär. Da mache ich mir keine Sorgen.

Zyxel NAS im Gehäuse verbaut

Wake on Lan

Im Gehäuse erhält man keinen Zugriff an die Bedienelemente insbesondere An/Aus-Schalter. Wenn das Gerät ausgeschaltet ist, möchte man das Gehäuse nicht aufschrauben um den NAS zu starten. Da kommt die Wake on Lan funktion wie gerufen. Im Einstellungs-Interface kann man unter den Energiespar-Funktionen WOL ( Wake on Lan ) aktivieren. Unter WOL kann man verstehen, dass man den ausgeschalteten NAS über das Netzwerk mit einem Paket, Ping oder Anstubser weckt bzw. startet. Wie aus dem Nichts, ohne Betätigung des Schalters startet der NAS. Viele andere Möglichkeiten an Knöpfe, Schalter und Tasten hat man ja sonst nicht.

Kabelmanagement

Schließlich muss am NAS mindestens Strom- und Netzwerkkabel verbunden werden. Da ein Gehäuse ja eher ein geschlossenes System ist, ist es normalerweise nicht vorgesehen, Kabel von Außerhalb einzuführen. Das Define R4 bietet zwar sonst Kabelmanagement, so dass man Kabel so legen kann, wie man möchte, diese zum Beispiel verschwinden zu lassen, allerdings ist es auch bei diesen Funktionen nicht vorgesehen, dass die Kabel von Draußen kommen. Der einfachste Weg, die Kabel in das Gehäuse einzuführen, war einfach einen PCI Slot zu öffnen und die kleine Spalte als Eingang zu wählen. Da nutzte ich den ersten Slot direkt über dem Netzteil, zog die Kabel durch und habe alles Verbunden.

NAS Raid in der Workstation verbaut.

Fazit

Schließlich wurde das Gehäuse wieder geschlossen und ich begann die WOL Funktion und die Geräuschkulisse zu überprüfen. Im Nachhinein merkt man vom NAS immer noch ein sehr leises Summen. Im normalen Gebrauch ist es aber mehr als erträglich. Zusätzlich zur Geräuschkulisse ist der NAS im Gehäuse geschützt und kann nicht ausversehen vom Schreibtisch fallen. Das Gerät ist platzsparend im Gehäuse versteckt und die Möglichkeit den Raid1 auszuschalten oder vom Stromnetz zu nehmen ist weiterhin gewährleistet und die Lüfter des Gehäuses bieten dem Server eine zusätzliche Kühlung. Bei einem Ausfall müsste man für den Zugriff um eine Platte zu tauschen zwar das Gehäuse öffnen, aber die Mehrarbeit von zwei Schrauben ist im Ernstfall kein Hindernis. Ich bin mit dieser Lösung zufrieden.

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